Grußwort

Katarina Barley

Liebe Besucherinnen und Besucher,
liebe Freundinnen und Freunde der Menschenrechtswoche Tübingen,
liebes Organisationsteam,
sehr geehrte Damen und Herren,
vergangenes Jahr feierten wir den 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Auf
den Trümmern zweier verheerender Weltkriege baute die internationale Staatengemeinschaft bereits 1948 an einem Ideal, an dessen Verwirklichung wir heute noch weltweit arbeiten. Die in 30 Artikeln
verankerten individuellen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte sind heute genauso aktuell wie 1948.
Dieses Jahr widmet sich die Tübinger Menschenrechtswoche dem Thema „Nachhaltige Zukunft – ein Menschenrecht?“ und stellt die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in den Fokus.
Bei allem was wir heute tun, müssen wir auch an morgen denken. Denn es ist unsere Pflicht, unseren Kindern eine lebens- und liebenswerte Welt zu überlassen. Gewalt, Korruption und Willkür versperren in vielen Ländern den Weg in eine nachhaltige Zukunft.
Andernorts würden Demonstrationen wie „Fridays for Future“ verboten oder gewaltsam aufgelöst werden. Zeitungsberichte werden von Regimen diktiert. Die internationale Gemeinschaft steht vor großen Herausforderungen, um die globale Entwicklung nachhaltig zu gestalten und auch zukünftigen Generationen die Chance auf ein
gutes Leben zu sichern.

Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft zu der fünften Menschen-rechtswoche in Tübingen übernommen. Es freut mich, dass sich auch in diesem Jahr viele Schülerinnen und Schüler, Studierende und Organisationen engagieren und den Menschenrechten wieder zu einer besonderen Aufmerksamkeit verhelfen. Ich bin mir sicher, dass die vielfältigen Veranstaltungen wieder auf großes Interesse stoßen werden.

Herzliche Grüße
Ihre Katarina Barley.

Grußwort 2017

Foto: Jochen Detscher

Sehr geehrte Besucher*innen, Freund*innen und Organisator*innen der Menschenrechtswoche Tübingen,
 


die Menschenrechtswoche Tübingen verbindet für mich zwei wesentliche Grundpfeiler der Zivilgesellschaft. Zum einen den Einsatz für unsere Grundwerte, für die unveräußerlichen Menschenrechte und zum anderen studentisches Engagement.

Zum dritten Mal geht es in diesem Jahr in Tübingen nun darum, Aufmerksamkeit für diese Rechte zu schaffen, denn sie sollten zwar selbstverständlich sein, sind es aber nicht überall. Noch immer gibt es Länder auf der Welt, in denen die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Daher müssen wir den Fokus immer wieder darauf richten.

Das diesjährige Motto „Menschenrechte leben. Demokratie stärken“ ist sehr gut gewählt, weil die westlichen Demokratien und ihre Institutionen und Vertreter derzeit von einigen angezweifelt werden. Unsere Grundwerte werden in einem Maß angegriffen, dem wir uns alle entgegenstellen müssen, um unser demokratisch verfasstes System nicht den Populisten zu überlassen. Der aktuell gewählte Ansatz der Menschenrechtswoche 2017 in Tübingen ist daher einer der Bausteine, die notwendig sind, uns gemeinsam den politischen Vorstellungen entgegenzustellen, die unsere grundgesetzlich vorgegebenen und gelebten Werte in Frage stellen.

Das Konzept der Menschenrechtswoche 2017 beinhaltet eine große Spannbreite an Veranstaltungen von Podiumsdiskussionen, Workshops, Straßenaktionen und Poetry Slams bis hin zum Fest der Menschenrechte auf dem Tübinger Marktplatz. Damit tragen die Initiator*innen das Thema weit in die Stadtgesellschaft hinein und regen so auf unterschiedliche Weise die Auseinandersetzung an.

Ich freue mich sehr über das Engagement der Studierenden sowie der Beteiligten Initiativen und wünsche Ihnen allen eine erfolgreiche und nachhaltig wirkende Woche im Geiste der Menschenrechte, die essentieller Bestandteil unserer Verfassung sind.

Mit herzlichen Grüßen

Muhterem Aras MdL
Landtagspräsidentin