Fest der Menschenrechte als Abschluss der Menschenrechtswoche

Mit einem großen Musikprogramm bei einem Straßenfest am Haagtorplatz wollen die Veranstalter am Samstag den 16. Juni 2018 den Abschluss der Menschenrechtswoche feiern. Auf der Bühne werden insgesamt sechs verschiedene Musikacts auftreten. „Wir sind sehr stolz, dass wir J.Lamotta aus Tel Aviv als Headliner für unser Fest gewinnen konnten“, sagt Festverantwortliche Clara Böning von der Menschenrechtswoche. „Wir haben es geschafft das Fest der Menschenrechte dieses Jahr noch größer zu machen, als noch 2017.“

Bereits zuvor wird Band Vocal Deluxe aus Stuttgart auftreten. Die drei Frauen werden mit ihrer Musikcomedy das Fest der Menschenrechte einleiten. Später am Nachmittag treten dann noch die Bigband der Universität Tübingen und die Band Outcoloured aus Tübingen auf. Neben den Musikalischen Darbietungen wird es Improvisationstheater von Improfusion geben und Moderator Constantin Pläcking wird sich mit Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen über sein Buch Schwarzbuch Migration und die europäische Flüchtlingspolitik unterhalten.
Außerdem werden Teilnehmer des Poetry Slams vom Mittwoch und die Singer- Songwriter Peter Melow aus Stuttgart und Katrin Keppler aus Tübingen auftreten.

„Neben den musikalischen Darbietungen werden unsere Initiativen ein attraktives Programm auch für Kinder anbieten und dabei auch über sich selbst und ihre Ziele für die Menschenrechte informieren“, sagt Böning.
Das Fest der Menschenrechte fand 2017 zum ersten Mal im Rahmen der Menschenrechtswoche statt. Mit dem Fest wollen die Veranstalter die Aktionswoche noch weiter für die gesamte Stadtbevölkerung öffnen. „Die Menschenrechtswoche ist zwar immer schon an alle Menschen aus Tübingen und Umgebung gerichtet gewesen, doch hat sie in der Vergangenheit hauptsächlich Studierende angesprochen“, sagt Böning.

Während des Fests wird es auch Verpflegung in Form von Essen und Getränken geben, die freundlicherweise vom Café Haag übernommen wird. Ein Teil des Erlöses wird dabei Menschenrechtsprojekten zu Gute kommen. Das Fest startet am Samstag um 14 Uhr mit dem Bühnenprogramm und endet um 22 Uhr.

Menschenrechtspreis 2018 geht an Raif-Badawi-Mahnwache

Die Tübinger Mahnwache für Raif Badawi gewinnt den Tübinger Menschenrechtspreis 2018. Seit dreieinhalb Jahren stehen die Mitglieder der Mahnwache jeden Samstag am Holzmarkt und informieren über den saudi-arabischen Blogger Raif Badawi, der wegen seiner Schriften zu 1000 Peitschenhieben verurteilt wurde. Er hatte sich in Blogbeiträgen für ein liberales Saudi-Arabien ausgesprochen, das die Menschenrechte achtet. „Es hat uns imponiert, dass die Männer und Frauen der Mahnwache, tatsächlich jede Woche für das Menschenrecht der Meinungs- und Pressefreiheit auf die Straße gehen“, sagt Anna Rickert aus dem Vorstand der Menschenrechtswoche Tübingen. „Sie beweisen Durchhaltevermögen und lassen sich auch nicht davon unterkriegen, dass es bis jetzt nur wenige Anzeichen für eine Freilassung Raif Badawis gibt.“ Was sie dazu bewegt? „1000 Peitschenhiebe sind ein Todesurteil und 950 stehen noch aus“, sagte Verena Steinacher aus dem Team der Mahnwache vor der Preisverleihung. Nur durch die weltweiten Proteste wäre die Saudische Regierung gezwungen gewesen die Vollstreckung vorläufig auszusetzen.

Neben der Raif Badawi Mahnwache waren noch die Jugendguides der Geschichtswerkstatt Tübingen und die Wohnungslosenhilfe Tübingen für den Tübinger Menschenrechtspreis 2018 nominiert.

Der Tübinger Menschenrechtspreis wird seit 2017 von der Menschenrechtswoche Tübingen verliehen. Die teilnehmenden Initiativen nominieren gemeinsam drei Gruppen, Organisationen oder Einzelpersonen. Eine Jury entscheidet dann den oder die Gewinner. In diesem Jahr waren das Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Martin Lessenthin,

von der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, Tübingens erste Bürgermeisterin Dr. Christine Abogast, der Leiter des Tübinger Weltethosinstituts Prof. Dr. Bernd Villauer und gemeinsam das Organisationsteam der Menschenrechtswoche.

Tübinger Menschenrechtswoche startet

Mit der Eröffnungsfeier im Großen Senat in der Neuen Aula Tübingen startet heute Abend um 19 Uhr die 4. Menschenrechtswoche Tübingen. In 19 Veranstaltungen widmet sich die Aktionswoche in diesem Jahr dem Thema „70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – Alles Geschichte?“. Darin enthalten ist die Frage, ob die Menschenrechte auch heute noch aktuell sind oder ob die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung am 10. Dezember 1948 nur ein historisches Datum ist. Um das zu klären haben die insgesamt 20 Initiativen ein umfangreiches und vielseitiges Programm aufgestellt.

„Mein Highlight wird das Fest der Menschenrechte am Samstag werden“, sagt Kristin Diederich aus dem Vorstand der Menschenrechtswoche. Es sei aber mit einem Poetry Slam, Pub Quiz oder Silent Disco zum Einen oder Vorträgen zu den Menschenrechten in China, Ungarn oder den USA zum Anderen für viele verschiedene Zielgruppen etwas dabei. „Wir sind sehr stolz auf unser diesjähriges Programm. So groß war die Menschenrechtswoche noch nie“, freut sich Diederich.

Das Ziel der Menschenrechtswoche ist für die Organisatoren die Bedeutung der Menschenrechte weiter im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. „Mir persönlich ist es wichtig, dass über Menschenrechte gesprochen wird, damit Menschen informiert sind und Menschenrechtsverletzungen und Missachtungen in Zukunft reduziert oder ganz vermieden werden können,“ sagt Diederich. „Nur wenn die Menschen darüber ins Gespräch kommen, können solche Themen das Herz der Menschen erreichen.“

Zum Abschluss der Woche planen die Organisatoren am Samstag ab 14 Uhr auf dem Haagtorplatz mit dem Fest der Menschenrechte ein Straßenfest mit viel Musik, Kinderprogramm, Essen und Trinken.

Ein Trailer für die Menschenrechtswoche

Aufmerksamkeit für langanhaltende Themen wie die Menschenrechte zu erreichen ist häufig schwer. Deswegen haben wir uns für dieses Jahr entschieden einen szenischen Trailer selbst zu drehen. Es geht um Nicole Peters, die in Tübingen lebt und gerne ihre Flamme außerhalb von Tübingen besuchen will. Aber leider wurde ein Zonengesetz eingeführt und man benötigt eine behördliche Genehmigung dafür, die schwer zu bekommen ist.

Das Video war mit sehr viel Arbeit verbunden. Wir haben insgesamt drei Tage gedreht, wochenlang vorbereitet und eine Woche im Schnitt gesessen.

Wir hoffen euch gefällt der Film.

Vielen Dank an: Marleen Buschhaus, Thomas Halbrock, Simon Pohl, Frederik Pfeiffer, Meike Hebich, Johannes Kolb und Constantin Pläcking

sowie dem ZFM – Zentrum für Medienkompetenz, Uni Tübingen

Raif Badawi Mahnwache, Jugendguides und Wohnungslosenhilfe für den Tübinger Menschenrechtspreis nominiert

Die Initiativen der Tübinger Menschenrechtswoche 2018 haben gemeinsam drei Organisationen zum Tübinger Menschenrechtspreis nominiert. Eine der Nominierten ist die wöchentliche Mahnwache zur Freilassung von Raif Badawi einem Blogger aus Saudi Arabien, der zu 1000 Peitschenhieben verurteilt wurde, weil er sich kritisch gegenüber der Regierung äußerte. „Besonders beeindruckt uns die Hartnäckigkeit, mit der diese Gruppe Woche für Woche auf dem Holzmarkt für die Freilassung Raif Badawis kämpft“, sagt Kristin Diederich aus dem Vorstand der Menschenrechtswoche. Allein dafür habe sie diese Nominierung verdient.

Als zweites Projekt wurden die Jugendguides der Geschichtswerkstatt Tübingen nominiert. Die Jugendguides bieten Führungen zur Geschichte Tübingens während der Zeit des Nationalsozialismus für Jugendliche an und versuchen damit die Erinnerungskultur aufrecht zu erhalten. „Häufig verdrängt man, dass die Taten und das Denken der Nationalsozialisten auch hier bei uns allgegenwärtig waren. Die Jugendguides bringen das Thema einer jüngeren Zielgruppe nahe“, so Diederich.

Die Wohnungslosenhilfe Tübingen ist im Jahr 2018 bereits zum zweiten Mal nominiert. Sie hilft Menschen, die in Wohnungsnot geraten sind, bietet Schlafplätze an und versucht gleichzeitig diesen Menschen zu helfen ihre Probleme zu bewältigen. „Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Menschen helfen, manchmal ist es ein langwieriger Prozess. Die Wohnungslosenhilfe gibt sich Tag für Tag Mühe, Menschen zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Für uns ist das ein wichtiger Dienst an der Gesellschaft“, sagt Vorstandsmitglied Diederich. Dafür habe die Wohnungslosenhilfe es verdient gleich nochmal nominiert zu werden.

Der Tübinger Menschenrechtspreis wird seit 2017 im Rahmen der Menschenrechtswoche vergeben und ist nicht dotiert. Eine unabhängige Jury bestimmt aus den drei Nominierten den oder die Sieger/in. Dieses Jahr wird die Preisverleihung am 11. Juni im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung in Großen Senat in der Neuen Aula stattfinden. Im Jahr 2017 wurde der Preis an Clara Böning und ihre Spielgruppe für Flüchtlingskinder vom AK Österberg vergeben.

Jugendfriedenspreis 2017 für Menschenrechtswoche Tübingen

Stuttgart. Die Menschenrechtswoche Tübingen hat den Jugendfriedenspreis 2017 gewonnen. Der mit 1000 Euro dotierte Preis der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) wurde am Freitag feierlich überreicht. Während der Zeremonie im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart lobte die Jury vor allem den Ansatz, die gesamte Stadtbevölkerung in Tübingen anzusprechen, obwohl die Menschenrechtswoche fast ausschließlich von Studierenden organisiert werde. Außerdem wurde ausdrücklich gewürdigt, dass die Tübinger Menschenrechtswoche so viele verschiedene Gruppen zusammen bringe. Dies mit den Zielen der Vereinten Nationen zu verknüpfen, sei ausschlaggebend für die DGVN-Jury gewesen. Zusammen mit der Tübinger Menschenrechtswoche gab es noch zwei weitere Preisträger aus Konstanz und Heidelberg.

“Mit der Ehre nicht gerechnet”

„Wir sind sehr glücklich“, sagt Jessica Grün, Mit-Gründerin der Menschenrechtswoche. „Wir haben mir dieser Ehre nicht gerechnet und bedanken uns deswegen umso mehr bei der DGVN und allen, die unser Projekt zum Teil schon über Jahre hinweg unterstützt haben.“ Der Preis bestätige das Team, dass sie mit ihrer Sorge um die Zukunft der Menschenrechte nicht allein seien und mit der DGVN einen weiteren Verbündeten gefunden hätten.

„Der Preis gibt uns noch größeren Ansporn, aber auch die Möglichkeit, 2018 eine tolle Menschenrechtswoche auf die Beine zu stellen“, sagt Vorstand Juliane Bing. „Wir haben die Menschenrechtswoche nicht für Anerkennung und Preise gemacht, sondern um das Thema in die öffentliche Debatte zu rücken, allerdings fühlt man durch eine solche Anerkennung auch eine gewisse Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit.“

Der Jugendfriedenspreis der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen wird seit 2010 vergeben. Der Friedenspreis dient der Anerkennung und Förderung des Engagements junger Menschen, die sich während ihrer Schul- oder Ausbildungszeit in besonderer Weise für die Verwirklichung der Ziele und Aufgaben der Vereinten Nationen engagieren. Dabei kann es auch um eine handlungsorientierte, kritisch konstruktive Auseinandersetzung mit den Schwachstellen des UN-Systems und dringend notwendiger Reformen gehen.

Bis 2014 wurde der Preis regional ausgeschrieben und vergeben. Ab dem Jahr 2017 wird der Jugendfriedenspreis in Kooperation zwischen der Klimaschutz+ Stiftung und dem DGVN Bundesverband deutschlandweit an preiswürdige Jugendprojekte vergeben.

Schaut die ganze Eröffnungsveranstaltung der Menschenrechtswoche

Wir haben die Eröffnungsveranstaltung der Menschenrechtswoche gefilmt und live gestreamt. Hier könnt ihr sie nochmal sehen:

3:15 Einführung von Jessica Grün und Juliane Bing (Gründerinnen der Menschenrechtswoche)
11:53 Grußworte der Stadt Tübingen von Oberbürgermeister Boris Palmer
19:42 Grußworte des World Forums for Democracy von Jörn Fritzenkötter
27:14 Vergabe des Tübinger Menschenrechtspreises
35:21 Rede Clara Böning (Ausgezeichnet mit dem Menschenrechtspreis)
40:00 Podiumsdiskussion

Tübinger Menschenrechtspreis geht an Clara Böning

Die Tübinger Studentin Clara Böning bekommt den Tübinger Menschenrechtspreis 2017 verliehen. Sie hatte im Oktober 2016 eigenständig eine Spielgruppe für Kinder von Geflüchteten ins Leben gerufen. Zusammen mit anderen Helfern unternimmt Böning einmal wöchentlich unterschiedliche Aktivitäten mit den Kindern: Sei es einfach auf den Spielplatz gehen, zusammen Fußball spielen oder manchmal auch größere Ausflüge. Da geht es dann für viele Kinder zum ersten Mal Schlittenfahren, ins Schwimmbad oder die Gruppe besucht einen Bauernhof. Ein Erfolg: Aus der Spielgruppe sind noch weitere Gruppen wie Sprachtrainings oder Nachhilfe hervorgegangen.

Ein weiterer Bestandteil des Engagements von Clara Böning ist das „Buddy-Projekt“. Die Idee dazu entwickelte sich als der Gruppe auffiel, dass die Eltern sowie die Betreuer der Familien meist mit Behördengängen und anderen Aufgaben zu beschäftigt sind, um Zeit für jedes einzelne Kind zu finden. Bei dem Projekt werden Studierende Pate für jeweils ein Kind und können sich so für dessen individuelle Förderung und Interessen einsetzen.

Die Jury findet das Engagement von Clara Böning und ihren Mithelfern beim AK Österberg besonders auszeichnungswert, weil das Projekt einen interkulturellen Austausch fördere und so einen wertvollen Beitrag zur Integration der Kinder leiste. Clara Böning setze sich – so die Jury in ihrer Begründung – „ohne viel Unterstützung, aber mit großen persönlichen Einsatz für eine der bedürftigsten Bevölkerungsgruppen ein: Flüchtlingskinder.“ Ihr Engagement helfe außerdem den Familien in Würde in Deutschland anzukommen.

Der Tübinger Menschenrechtspreis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben und vom Organisationsteam der Menschenrechtswoche ins Leben gerufen. Er soll ehrenamtliches Engagement in den Vordergrund rücken, der sonst oft im Hintergrund bleibt. Durch die Nominierung und Verleihung soll das vielfältige und wichtige Menschenrechtsengagement von Vereinen, Initiativen und anderen Gruppen in der Region Tübingen sichtbar gemacht und auszeichnet werden. Neben Clara Böning waren dieses Jahr noch die Wohnungslosenhilfe Tübingen, die Refugee Law Clinic und das Magazin Anklagen der Amnesty International Ortsgruppe Tübingen nominiert.

Die Jury des Tübinger Menschenrechtspreises bestand dieses Jahr aus Vertretern internationaler Menschenrechtsorganisationen. Mit dabei: Die EU Grundrechteagentur, das World Forum for Democracy des Europarats, die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte sowie das Organisationsteam der Menschenrechtswoche.

Dritte Menschenrechtswoche startet am Montag

Am Montag startet zum dritten Mal die Tübinger Menschenrechtswoche. Die von Tübinger Studierenden organisierte Veranstaltungsreihe, beschäftigt sich dieses Jahr mit den Themen Menschenrechte und Demokratie. „Wir freuen uns ganz besonders, dass 15 studentische und zivilgesellschaftliche Gruppen Veranstaltungen und Aktionen in der Woche organisieren“, sagt Jessica Grün, Co-Vorsitzende der Tübinger Menschenrechtswoche. Zusammen mit Juliane Bing hatte sie 2015 die Woche ins Leben gerufen.

„Mit dem diesjährigen Motto ‚Menschenrechte leben. Demokratie stärken.’ wollen wir vor allem auf die Demokratie als Wahrer der Menschenrechte aufmerksam machen“, erzählt Grün. Zwölf Veranstaltungen sind dieses Jahr geplant. „Wir freuen uns darauf, den Tübingern eine tolle Woche zu präsentieren“, sagt Mitgründerin Juliane Bing. „Ich bin zum Beispiel auf die Podiumsdiskussion bei der Eröffnungsveranstaltung am Montag gespannt. Hier reden wir mit Ex-AfD-Mitglied Joachim Starbatty und weiteren interessanten Gästen über Populismus und seinen Nutzen oder Schaden.“ Am Dienstag findet dann eine Kleidertauschparty mit Informationen über die Textilindustrie statt. „Ich freue mich auch auf den Dokumentarfilm Tickling Giants. Da geht es um einen Late Night Comedien in Ägypten, der jetzt im Exil leben muss. Der Film wird hier erst zum zweiten Mal in Deutschland gezeigt “, meint Bing. „Ganz gespannt bin ich auch auf den Poetry Slam.“ Außerdem wird es in der Woche eine Cryptoparty und eine Diskussion über Bildung in Deutschland geben. Mit dabei ist auch ein Stadtrundgang zur Frauengeschichte und ein sehr persönlichen Vortrag über einen im Iran inhaftierten Menschenrechtsanwalt von dessen Tochter.

„Der Höhepunkt der Woche kommt dann am Samstag. Hier werden wir zusammen mit den Tübingern das Fest der Menschenrechte feiern. Mit einem Musikprogramm und Aktionen für die ganze Familie“, sagt Jessica Grün. „Wir laden dazu alle Tübinger ab 13 Uhr auf den Marktplatz ein.“

Zum ersten Mal vergibt die Menschenrechtswoche in diesem Jahr auch den Tübinger Menschenrechtspreis. Er soll Gruppen, Initiativen oder Einzelpersonen für ihre Arbeit im Sinne der Menschenrechte auszeichnen. „Oft machen die Gruppen ihre Arbeit ohne die Anerkennung zu bekommen, die sie verdienen. Wir wollten das ändern und mit dem Preis engagierten Menschen zeigen: Wir sehen eure Arbeit. Danke, dass ihr sie macht“, sagt Juliane Bing. Wer den Preis gewonnen hat, wird bei der Eröffnungsveranstaltung bekannt gegeben.