Menschenrechtspreis 2018 geht an Raif-Badawi-Mahnwache

Die Tübinger Mahnwache für Raif Badawi gewinnt den Tübinger Menschenrechtspreis 2018. Seit dreieinhalb Jahren stehen die Mitglieder der Mahnwache jeden Samstag am Holzmarkt und informieren über den saudi-arabischen Blogger Raif Badawi, der wegen seiner Schriften zu 1000 Peitschenhieben verurteilt wurde. Er hatte sich in Blogbeiträgen für ein liberales Saudi-Arabien ausgesprochen, das die Menschenrechte achtet. „Es hat uns imponiert, dass die Männer und Frauen der Mahnwache, tatsächlich jede Woche für das Menschenrecht der Meinungs- und Pressefreiheit auf die Straße gehen“, sagt Anna Rickert aus dem Vorstand der Menschenrechtswoche Tübingen. „Sie beweisen Durchhaltevermögen und lassen sich auch nicht davon unterkriegen, dass es bis jetzt nur wenige Anzeichen für eine Freilassung Raif Badawis gibt.“ Was sie dazu bewegt? „1000 Peitschenhiebe sind ein Todesurteil und 950 stehen noch aus“, sagte Verena Steinacher aus dem Team der Mahnwache vor der Preisverleihung. Nur durch die weltweiten Proteste wäre die Saudische Regierung gezwungen gewesen die Vollstreckung vorläufig auszusetzen.

Neben der Raif Badawi Mahnwache waren noch die Jugendguides der Geschichtswerkstatt Tübingen und die Wohnungslosenhilfe Tübingen für den Tübinger Menschenrechtspreis 2018 nominiert.

Der Tübinger Menschenrechtspreis wird seit 2017 von der Menschenrechtswoche Tübingen verliehen. Die teilnehmenden Initiativen nominieren gemeinsam drei Gruppen, Organisationen oder Einzelpersonen. Eine Jury entscheidet dann den oder die Gewinner. In diesem Jahr waren das Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Martin Lessenthin,

von der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, Tübingens erste Bürgermeisterin Dr. Christine Abogast, der Leiter des Tübinger Weltethosinstituts Prof. Dr. Bernd Villauer und gemeinsam das Organisationsteam der Menschenrechtswoche.

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