Raif Badawi Mahnwache, Jugendguides und Wohnungslosenhilfe für den Tübinger Menschenrechtspreis nominiert

Die Initiativen der Tübinger Menschenrechtswoche 2018 haben gemeinsam drei Organisationen zum Tübinger Menschenrechtspreis nominiert. Eine der Nominierten ist die wöchentliche Mahnwache zur Freilassung von Raif Badawi einem Blogger aus Saudi Arabien, der zu 1000 Peitschenhieben verurteilt wurde, weil er sich kritisch gegenüber der Regierung äußerte. „Besonders beeindruckt uns die Hartnäckigkeit, mit der diese Gruppe Woche für Woche auf dem Holzmarkt für die Freilassung Raif Badawis kämpft“, sagt Kristin Diederich aus dem Vorstand der Menschenrechtswoche. Allein dafür habe sie diese Nominierung verdient.

Als zweites Projekt wurden die Jugendguides der Geschichtswerkstatt Tübingen nominiert. Die Jugendguides bieten Führungen zur Geschichte Tübingens während der Zeit des Nationalsozialismus für Jugendliche an und versuchen damit die Erinnerungskultur aufrecht zu erhalten. „Häufig verdrängt man, dass die Taten und das Denken der Nationalsozialisten auch hier bei uns allgegenwärtig waren. Die Jugendguides bringen das Thema einer jüngeren Zielgruppe nahe“, so Diederich.

Die Wohnungslosenhilfe Tübingen ist im Jahr 2018 bereits zum zweiten Mal nominiert. Sie hilft Menschen, die in Wohnungsnot geraten sind, bietet Schlafplätze an und versucht gleichzeitig diesen Menschen zu helfen ihre Probleme zu bewältigen. „Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Menschen helfen, manchmal ist es ein langwieriger Prozess. Die Wohnungslosenhilfe gibt sich Tag für Tag Mühe, Menschen zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Für uns ist das ein wichtiger Dienst an der Gesellschaft“, sagt Vorstandsmitglied Diederich. Dafür habe die Wohnungslosenhilfe es verdient gleich nochmal nominiert zu werden.

Der Tübinger Menschenrechtspreis wird seit 2017 im Rahmen der Menschenrechtswoche vergeben und ist nicht dotiert. Eine unabhängige Jury bestimmt aus den drei Nominierten den oder die Sieger/in. Dieses Jahr wird die Preisverleihung am 11. Juni im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung in Großen Senat in der Neuen Aula stattfinden. Im Jahr 2017 wurde der Preis an Clara Böning und ihre Spielgruppe für Flüchtlingskinder vom AK Österberg vergeben.

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